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Optische Reiz?berflutung...

...ist der einzige ann?hernd passende Ausdruck, der mir zur Beschreibung meines heutigen Zustands einf?llt.
Ich verlasse gegen Mittag das Haus mit einem Fotoapparat im Gep?ck, wie ich es eigentlich viel h?ufiger tun sollte, und die Welt um mich herum ist wie verhext. Beinahe im Minutentakt begegnen mir Bilder, deren ?sthetik man sich nur w?nschte, festhalten zu k?nnen, aber sie alle sind dazu zu kurz, zu subtil - oder es mangelt einfach an meinem Reaktionsverm?gen.
Und so bleibt die Kamera in meinem Rucksack, w?hrend ich an der Bushaltestelle vorbeigehe, an der Kinder in den Scherben der eingeschlagenen Scheiben spielen, die sch?nsten Splitter heraussuchen und in der Sonne glitzern lassen, ohne ihre Mutter auch nur wahrzunehmen, die sie darauf hinweist, dass man sich daran auch schneiden k?nne... w?hrend ich das seltsam sch?ne Bild zweier junger M?nner - von der Sorte, von der man normalerweise nur inst?ndig hofft, nicht angesprochen zu werden - vor der zweifelhaft sch?nen Kulisse des U-Bahn-Schildes Zwickauer Damm genie?e... und niemand kann die Bilder in meinem Kopf aufzeichnen, die eine einfache Erz?hlung beim Rollenspiel von einem St?ck Wald, einem Strand und einem Hangar hervorrufen. "Ultra Horrorshow" bin ich geneigt zu sagen. Nat?rlich erscheinen mir die Sterne heute heller, der Himmel tiefer, die Menschen gelassener als sonst. Wenn ich sogar dem Anblick von ?berfrorenen Pf?tzen etwas poetisches abgewinnen kann, muss ich eigentlich mit Sicherheit davon ausgehen, dass mit mir etwas nicht stimmt.

Man k?nnte es auf den Fr?hlingsanfang schieben, aber war es nicht ausgerechnet heute daf?r etwas zu kalt?
20.3.05 01:24


Buchstabenverdrehungen...

haben immer eine von Au?enstehenden kaum nachvollziehbare Faszination auf mich ausge?bt - "Gott, warum spielt das Kind nicht mit Playmobil?"
Apropos Gott: Ein m?gliches Anagramm von "drachelstaat Weblog" ist "alsbald erwache Gott". Angesichts dieser Koinzidenz k?nnte man schon leicht in Gr??enwahn verfallen, aber mit derart drastischen Reaktionen warte ich lieber ab, bis ich tats?chlich irgendwelche Hinweise auf Gottes Erwachen in dieser wirren Welt erkennen kann.
Das drachelstaat Weblog darf also von heute an als prophetisch gelten - da soll noch einmal jemand behaupten, mein Buchstabenwahn f?hre nicht letzten Endes doch zur Erkenntnis.

Passend zum Thema schlie?e ich heute mit meinem all-time-favourite unter den Anagrammen:

To be or not to be: that is the question, whether tis nobler in the mind to suffer the slings and arrows of outrageous fortune.
=
In one of the Bard's best-thought-of tragedies, our insistent hero, Hamlet, queries on two fronts about how life turns rotten.

(gefunden von Cory Calhoun)

Dass dieses unter allen Anagrammen mein Liebling ist, mag zugegebenerma?en mit der Tatsache zu tun haben, dass es aus einer Zeit stammt, in der mir die Natur der Wahrscheinlichkeiten bei der Verteilung von Buchstaben in einer Sprache noch nicht allzu pr?sent war - dementsprechend fand ich ein Anagramm desto beeindruckender, je l?nger es war. Anders herum w?re es im Prinzip folgerichtiger.
20.2.05 23:11


Klappe zu...

...Affe tot.

Ein gesegnetes chinesisches Neujahrsfest, allerseits.
9.2.05 23:07


Freudscher Versprecher des Tages...

...heute: Beim Frauenarzt

Sprechstundenhilfe: "Ich habe hier noch etwas f?r Ihre Mutter."
Ich: "Sie meinen das Blutbad?"
Sprechstundenhilfe: schaut irritiert "Blutbild."
Ich: "?hh, ja, genau. Geben sie's mir mit."

Da war ich wohl in Gedanken schon bei meinen Welteroberungspl?nen...
7.2.05 17:02


Betrunkene auf U-Bahnh?fen...

...geh?ren genauso untrennbar zum Stadtbild wie Staus, Stra?enschlachten und Siegess?ule. Zuweilen sorgen sie aber wenigstens f?r etwas mehr Unterhaltung.

Geradezu herzerweichend war das Bild des seltsam riechenden, ?lteren Herrn mit der Schnapsflasche in der Hand, der sich vor dem elektronischen Informationsschalter im U-Bahnhof aufgebaut hatte und all seine guten Manieren zusammenkratzte, um zu erfahren, wie er am besten zur Falkenberger Stra?e komme. Als trotz wiederholter Nachfrage keine Antwort aus dem Lautsprecher kam, verga? er seine falsche Bescheidenheit, nahm all seinen Mut zusammen und herrschte den Automaten an:
"Sie verweigern mir die Auskunft??? Ich kenne meine Rechte! Ich mag vielleicht etwas angetrunken sein, aber..." - an diesem Punkt seines Monologes habe ich mich seiner erbarmt und ihm den gro?en roten Knopf mit dem Lautsprecher gezeigt, mit dem man die Gegensprechanlage aktiviert.

Einen derart versch?mt-dankbaren Blick habe ich selten zuvor geerntet.
6.2.05 21:02


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