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Optische Reiz?berflutung...

...ist der einzige ann?hernd passende Ausdruck, der mir zur Beschreibung meines heutigen Zustands einf?llt.
Ich verlasse gegen Mittag das Haus mit einem Fotoapparat im Gep?ck, wie ich es eigentlich viel h?ufiger tun sollte, und die Welt um mich herum ist wie verhext. Beinahe im Minutentakt begegnen mir Bilder, deren ?sthetik man sich nur w?nschte, festhalten zu k?nnen, aber sie alle sind dazu zu kurz, zu subtil - oder es mangelt einfach an meinem Reaktionsverm?gen.
Und so bleibt die Kamera in meinem Rucksack, w?hrend ich an der Bushaltestelle vorbeigehe, an der Kinder in den Scherben der eingeschlagenen Scheiben spielen, die sch?nsten Splitter heraussuchen und in der Sonne glitzern lassen, ohne ihre Mutter auch nur wahrzunehmen, die sie darauf hinweist, dass man sich daran auch schneiden k?nne... w?hrend ich das seltsam sch?ne Bild zweier junger M?nner - von der Sorte, von der man normalerweise nur inst?ndig hofft, nicht angesprochen zu werden - vor der zweifelhaft sch?nen Kulisse des U-Bahn-Schildes Zwickauer Damm genie?e... und niemand kann die Bilder in meinem Kopf aufzeichnen, die eine einfache Erz?hlung beim Rollenspiel von einem St?ck Wald, einem Strand und einem Hangar hervorrufen. "Ultra Horrorshow" bin ich geneigt zu sagen. Nat?rlich erscheinen mir die Sterne heute heller, der Himmel tiefer, die Menschen gelassener als sonst. Wenn ich sogar dem Anblick von ?berfrorenen Pf?tzen etwas poetisches abgewinnen kann, muss ich eigentlich mit Sicherheit davon ausgehen, dass mit mir etwas nicht stimmt.

Man k?nnte es auf den Fr?hlingsanfang schieben, aber war es nicht ausgerechnet heute daf?r etwas zu kalt?
20.3.05 01:24





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